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title: Aus Rohnotizen ein strukturiertes Protokoll
description: Dein Assistent erstellt aus Stichworten oder einem Transkript einen Protokollentwurf mit Entscheiden, offenen Fragen und Aufgaben.
kategorie: Organisation
typ: Ablauf
aufwand: ca. 20 Minuten
systeme: []
trifft_auf: [Protokolle schreiben, Sitzungen, Besprechungsnotizen, wer hat was übernommen]
order: 8
date: 2026-08-22
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## Was das bringt

> «Wie mache ich aus meinen Notizen ein Protokoll?»

Nach dem Meeting bleiben Stichworte auf einem Zettel oder ein rohes Transkript liegen, und das Protokoll schreibt sich nicht von selbst. Ein paar Tage später weiss niemand mehr sicher, wer was übernommen hat.

Dieser Workflow nimmt deine Rohnotizen oder ein Transkript entgegen und baut daraus ein strukturiertes Protokoll: Entscheide klar benannt, Aufgaben mit verantwortlicher Person und Termin, Offenes als Offenes markiert. Abgelegt nach einer festen Konvention, damit es später wieder auffindbar ist.

## Voraussetzungen

- Ein Assistent mit Zugriff auf Dateien und Programme, zum Beispiel Claude Code, Codex oder opencode. Ein normaler Browser-Chat reicht nicht.

## Anleitung für deinen Assistenten

### Schritt 1: Arbeitsordner anlegen

Lege im Arbeitsbereich des Nutzers einen Ordner `workflows/meetings/` an und erstelle darin eine `CONTEXT.md`:

```markdown
# Workflow: Meeting-Protokoll

Zweck: Aus Rohnotizen oder Transkript ein strukturiertes Protokoll bauen.

## Protokoll-Vorlage

- Datum
- Teilnehmende
- Entscheide
- Aufgaben (Was, Verantwortliche Person, Termin)
- Offenes

## Regeln

- Keine Angaben ergänzen, die nicht in den Rohnotizen stehen. Unklare Stellen bleiben offen.
- Unklares als «offen» markieren und beim Nutzer nachfragen, statt zu vermuten.
- Vor der Verarbeitung eines Transkripts bestätigt der Nutzer, dass es dafür verwendet werden darf.
- Vor dem Teilen prüft der Nutzer Empfängerkreis und enthaltene Personendaten.
```

Frag den Nutzer, ob die Vorlage so passt oder ob sein Team einen zusätzlichen Abschnitt braucht (z. B. «Nächstes Meeting»). Lass ihn Vorlage und Regeln bestätigen.

### Schritt 2: Speicherort und Dateinamen festlegen

Leg mit dem Nutzer die Dateinamen-Konvention `JJJJ-MM-TT-thema.md` fest, zum Beispiel `2026-08-19-kickoff-projekt-x.md`. Halt das kurz in der `CONTEXT.md` fest.

### Schritt 3: Ablauf pro Meeting

1. Rohnotizen oder Transkript vom Nutzer entgegennehmen.
2. Protokoll nach der Vorlage aus der `CONTEXT.md` bauen. Bleibt etwas unklar: als «offen» markieren, nicht raten.
3. Datei unter `workflows/meetings/JJJJ-MM-TT-thema.md` ablegen.
4. Aufgaben zusätzlich in eine laufende `workflows/meetings/aufgaben.md` übertragen. Jede Aufgabe enthält ID, Aufgabe, verantwortliche Person, Termin, Status und den Pfad zum Protokoll als Quelle. Statusänderungen werden in dieser Liste nachgeführt.

### Schritt 4: Verifikation

Spiel ein echtes Meeting durch: Rohnotizen rein, Protokoll raus. Der Nutzer prüft es und korrigiert, wo nötig. Trag jede Korrektur, die sich wiederholen könnte, als Regel in die `CONTEXT.md` nach, nicht nur in dieses eine Protokoll.

## Was du danach kannst

- «Hier meine Stichworte vom Meeting, mach ein Protokoll draus.»
- «Fass dieses Transkript zusammen und zieh die Aufgaben raus.»
- «Was ist aus dem Meeting vom 12. noch offen?» Direkt aus `aufgaben.md` beantwortet.

## Wichtig zu wissen

- Der Assistent soll nichts ergänzen, was in den Rohnotizen fehlt. Er kann trotzdem etwas falsch verstehen. Darum prüft der Nutzer den Entwurf vor dem Teilen.
- Bei sensiblen Meetings (Personal, Verträge) legt der Nutzer vor der Speicherung fest, in welchem geschützten Ordner das Protokoll liegt und wer darauf zugreifen darf.
